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MAZ-537L, Airbase Bagram, Afghanistan 1981

gebaut von Stefan Beck (1:35)

 
MAZ-537L
Die MAZ 537 Fahrzeugfamilie ist seit den frühen 1960ern im Einsatz. Konstruiert und gebaut wurde diese LKW Serie in der weißrussischen Fabrik „Minski Awtomobilny Sawod“ (MAZ) was so viel bedeutet wie Minsker Automobilwerk.

Die Grundversion hat Allradantrieb (8x8), davon sind die vorderen 2 Achsen gelenkt. Motorleistung bei ca. 520 PS, Reifendruckregelanlage ist ebenso vorhanden. Der MAZ 537 ist weltweit in Einsatz und wird in diversen Varianten verwendet, z.B.: als Panzertransporter, Zugmaschine für Interkontinentalraketen oder eben auch als Flugfeldschlepper in der Version MAZ 537L. Das besondere an dieser Version ist die Ladefläche, diese wird mit Roheisenblöcken beladen um möglichst viel Anpressdruck zu erzeugen. Somit wird verhindert dass sich die Räder durchdrehen wenn schwere Lasten, wie z.B.: eine beladene Antonov 22, zu schleppen sind. Glücklicherweise ist diese Version als Bausatz von „Trumpeter“ erhältlich, dem Bastelspass steht also nichts mehr im Wege.


Der Bausatz

Nun, nach dem Öffnen des Trumpeter Bausatzes erkennt man sofort das der Leiterrahmen samt Radaufhängung ziemlich aufwendig wiedergegeben wird. Da heißt es sorgfältig die Teile ausrichten und verkleben. Die enthaltenen Vinylreifen haben bei mir keine Chance, deswegen werden diese durch Reifen der Marke „Tank Workshop“ ersetzt - dies war zumindest der Plan. Leider sind diese Resinreifen furchtbar schlecht gegossen und mit Lufteinschlüssen übersät, desweiteren ist die Felge falsch. Also einen Reifen komplett versäubert und verspachtelt, die Resinfelge ausgefräst und dies als Master für weitere Abgüsse verwendet. Pflichtprogramm ist der Ätzteilsatz von „Voyager“ insbesondere die enthaltenen Radabdeckungsbleche sind sehr empfehlenswert.

Weitere Verbesserungen sind aber dennoch notwendig; so wird der Innenraum der Kabine mit den typischen Sonnenblenden ausgestattet, ebenso werden Leitungen zum Armaturenbrett und Lenksäule verlegt. Auch die Sitzbank wird überarbeitet. Außen am Fahrzeugrahmen werden diverse Leitungen ergänzt und der Motorraum wird mit einer Motorattrappe befüllt, somit kann man durch die Lüftungsschlitze nicht mehr durchsehen, ein Schutzgitter schließt den Motorraum. Fehlt nur noch eines, nämlich die Anbringung ALLER Schweißnähte, speziell die der Ladefläche. Diese ist im Original komplett geschweißt, somit wurden hier all Schweißnähte mittels „Milliput“ neu aufgebaut.
 
 
 
 

MAZ-537L, Airbase Bagram, Afghanistan 1981 (1:35)

 
  Diorama: Stefan Beck, Modellfotos:  
     
 
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Bemalung

Die im Bausatz abgebildete Lackierungsvariante in Hellblau/Schwarz hat es mir definitiv angetan - so etwas wollte ich immer schon mal machen! Die Einzelkomponenten (Führerhaus mit Seitenblechen, Motorraum, Tank und Winde) bekommen nach der obligatorischen Grundierung ein pre-shading in Schwarz. Danach wird mit „Tamiya“ Farben ein entsprechendes Hellblau angemischt und in dünnen Schichten auflackiert, es folgt ein dezentes post-shading mit aufgehellter Hellblaumischung.

Um das komplizierte Tarnmuster zu realisieren verwendete ich das „Intelligent Panzer Putty“ von „MXpression“. Dies lässt sich in jede gewünschte Form bringen und hat nur geringe Klebekraft, also genau richtig für diesen Zweck. Es folgte ein Farbauftrag in dunklem Grau mitsamt dem entsprechendem post-shading. Für die Ladefläche wird ein Grünton angemischt und ebenfalls auflackiert, Pre- und post-shading erfolgt ebenfalls in Grüntönen.

Rahmen und Reifen/Felgen werden ebenfalls lackiert, hierfür kommt ein weiteres Mal dunkles Grau zum Einsatz (nie reines Schwarz verwenden, wirkt künstlich in diesem Maßstab!)


Alterung

Nach erfolgreicher Bemalung widme ich mich dem lustigen Part, nämlich dem weathering. Wie immer gilt „weniger ist mehr“, nicht immer ganz leicht einzuhalten. Ich beginne mit dem chipping, zuerst mit einem Schwämmchen und für die feineren Kratzer mit dem Pinsel. Hier sind natürlich mehrere Durchgänge notwendig, schließlich sind ja auch mehrere Farbschichten am Fahrzeug vorhanden (Grün, darauf Hellblau dann Schwarz). Dezente Verstaubungseffekt mittels Pigmente sind natürlich auch notwendig, hier ist wieder etwas Zurückhaltung gefragt.

Andere Verschmutzungen, im Bereich des Tanks, werden ebenfalls aufgebracht. Die Ladefläche wird besonders stark beansprucht dargestellt; Rost, Staub und Beschädigungen treten hier häufig auf. Hier gibt es keine noble Zurückhaltung mehr, gut ist was gefällt.


Beladung

Wie schon eingangs erwähnt werden auf der Ladefläche Roheisenblöcke geladen um den notwendigen Anpressdruck zu erzeugen. Diese Blöcke wollte ich natürlich auch darstellen, nur wie? Nachdem ich durch Originalfotos ermittelt hatte wie diese Gewichte aussehen schnitt ich mir aus Styrodur die einzelnen Würfel; überzogen mit Strukturpaste ergibt das eine schöne raue Gussoberfläche - fertig ist der Roheisenblock.

Die Kanister sind russische Modelle der Firma „Tank“, die Signalhüte entstammen „Accurate Armour“. Die Schäkel und Ketten sind von „RB model“. Um das Thema Flugfeld noch etwas zu betonen sind auch Unterlegekeile auf der Ladefläche, diese entsprechen dem russischem Muster und sind von „HAD Models“ und „Brengun“, die Zugstange ist ein Eigenbau.


Bodenpersonal & Flugfeld

Um die ganze Sache etwas lebendiger zu gestalten sollten natürlich auch Figuren vorhanden sein. Speziell der Fahrer wurde bereits im Fahrzeugrohbau mit eingeplant und entsprechend modelliert. War eine nette Herausforderung den Fahrer durch das Seitenfenster einzufädeln, NACH der Lackierung!! Seine zwei Kollegen an der Schleppstange sind ebenfalls Eigenbauten, „Hornet“ Köpfe und Mützen von „ICM“ ergeben den letzten Schliff. Bemalt wurde wie üblich mit „Vallejo“ Acrylfarben, soweit nichts Neues.

Um die gesamte Szenerie zu präsentieren fehlt nur noch das Flugfeld selbst. Dies ist ganz einfach aus Styrodur geschnitten, die Betonplatten eingraviert und mit „Milliput“ verfugt. Die Lackierung erfolgte wieder mit „Tamiya“ Farben. Leichte Verstaubung mittels Pigmente ist selbstverständlich.


Fazit

Charaktervolles Original ergibt meist ein nettes Modell. Auch hier trifft das zu, die hellblau/schwarz Tarnvariante alleine ist es schon Wert dieses Fahrzeug einmal zu bauen. Also, nicht immer nur Panzer, vielleicht auch einmal ein Radfahrzeug - Bausätze von diversen Vorbildern gibt es genug!!
 
 
 
 
  über den Erbauer      
 

Stefan Beck

     
         
  Hallo - mein Name ist Stefan Beck, geboren am 7.10.1977. Modellbau betreibe ich eigentlich schon seit ich denken kann, angefangen habe ich, wie viele Andere, mit Airfix und Esci. Im Laufe der Jahre und mit steigendem Modellbaubudget sind auch die Themen gewachsen. So baue ich Zivil (Motorräder), Militär (Dioramen, Figuren), aber auch Science Fiction (Warhammer 40000) in diversen Maßstäben (1:12 bis 1:285).

Bei Fragen und/oder konstruktiver Kritik bitte nicht zögern,
erreichbar bin ich unter:
  Stefan Beck  
         
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wurde zuletzt geändert am: 13.09.2015
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