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Hans Dortenmann’s Focke Wulf Fw 190 D-9

gebaut von Klaus Herold (1:32)

 
 
Hans Dortenmann’s Focke Wulf Fw 190 D-9 (1:32)
Die Fw 190 D-9 war wohl eines der imposantesten Jagdflugzeuge der deutschen Luftwaffe. Ein kraftvoller Reihenmotor eines Bombers mit gigantisch anmutender Luftschraube, gepaart mit den klassischen Linien des zweitwichtigsten Jägers der deutschen Luftwaffe.

Durch Axel Urbankes Buch über dieses Flugzeug begeistert, beschloss ich im Jahr 2004 ein Modell dieser Maschine zu bauen. Der Revell/Hasegawa Bausatz im Maßstab 1:32 sollte mir als Basis dienen und ich wollte mich bei diesem Modell mehr als bisher in Details verlieren.

Der Bausatz der Maschine ist als sehr gut zu beurteilen. Die Passgenauigkeit entspricht modernen Standards und auch das Angebot an Zurüstsätzen für dieses Modell kann sich sehen lassen.


Das Modell

Die von mir verwendeten Zurüstsätze waren wie folgt: Eagle Productions gun cowling, radiator cowling, Spornrad und ein Decalsatz der Maschine von Hans Dortenmann, Eduard Landeklappen, Exterior set, Aires Cockpit und Moskit Auspuffe - dazu kamen noch zahlreiche selbst gebaute Details. Die Oberfläche der Maschine wurde mit Stressed Skin Effekt und Nieten versehen. Besonderes Augenmerk wurde bei diesem Modell auf die Gestaltung des Fahrwerks gelegt. Gutes Referenzmaterial ist hier unerlässlich. Frei erfundene Leitungen, mögen sie auch noch so hübsch aussehen, halte ich an einem ernstzunehmenden Modell für unangebracht.

Mittels dünnen Kupferdrähten, Stahldraht, Kanülen, Gitarrenseiten, Plastiksheet und Alufolie kann man einen Fahrwerksschacht wunderbar detaillieren. Bei diesem Modell entdeckte ich auch das Aluminium von Red Bull Dosen als ein wunderbares Rohmaterial. Zahlreiche Details wie Kühlerklappensystem, Antennenmast, Seitenruderscharniere, Schleppvorrichtung am Hauptfahrwerk, die Innenseite der Kabinenhaubenverstrebungen und vieles mehr wurden aus diesem Material gefertigt. Weiters wurden der mechanische Ankurbelmechanismus auf der Motorhaube, die Verschlüsse der Motorhaube, sowie Klaviersaitenscharniere, die Scheibenwaschanlage, die Führungsschiene der Kanzel, Einstiegsvorrichtung, Funkantennen, Fahrwerksindikatoren und das Kühlerklappensystem detailliert.

Die Antenne entstand aus zwei verdrillten Drahtlitzen einer Netzwerkkabelummantelung. Die Isolatoren wurden durch Plastik Sheet Streifen dargestellt an deren Ende jeweils ein 0.3mm Loch gebohrt wurde, durch welches die Antenne geführt wurde. Die daraus resultierende Schlaufe wurde mit Aluminium umwickelt um noch mehr Realismus zu erzielen. Eines meiner Lieblingsdetails stellt die Gradanzeige für die Landeklappen in den Traglfächen dar. Hier wurde ein kleines Decal mit der Nummer 50 eingearbeitet. Der Außentank wurde mittels Proxxon Bohrmaschine etwas verdellt. Dies ist überhaupt nicht zeitaufwendig und verleiht dem Modell aber zusätzlichen Charakter.

Man sollte bei diesem Bausatz auch darauf achten, dass man die beiden Befestigungsstifte an den Teilen der Aufhängung des Außentanks abschneidet. Die vier "realen" Aufhängepunkte des Tanks reichen vollkommen aus um dem Tank genügend Halt zu bieten. Zusätzlich wird er durch die beiden Treibstoffleitungen stabilisiert, welche aus Lötzinn und Kanülen dargestellt wurden. Wer braucht also diese beiden Klebezapfen?
 
 
 
 

Hans Dortenmann’s Focke Wulf Fw 190 D-9 (1:32)

 
  Modell:Klaus Herold, Modellfotos: Wolfram Bradac & Gerhard Moder  
     
 
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Bemalung & Alterung

Aus mehreren Gründen fand ich die Maschine von Hans Dortenmann sehr interessant. Zum einen hatte ich, wie bereits erwähnt, das Buch von Axel Urbanke gelesen, zum anderen flog er diese Maschine von September 1944 bis Kriegsende. Niemand von den tausenden "Experten" sollte mich also wegen meiner Liebe zur Alterung an diesem Modell lynchen können, zumindest dachte ich das damals ;-). Mein Modell zeigt die Maschine im März 1945, kurz nachdem die III/JG54 dem JG26 unterstellt wurde. Diese Tatsache machte für mich die Lackierung besonders interessant.

So zeigen die Rumpfbalkenkreuze bereits deutliche Spuren der Verwitterung, Reichsverteidigungsband und taktische Markierungen hingegen sind noch relativ frisch. Ein willkommener Kontrast auf einem Modell. Das Heck von Dortenmanns Maschine war anfangs komplett gelb bemalt. Später wurde das Heck jedoch abgetarnt und nur noch das Seitenruder behielt seine gelbe Signalfarbe. So kann man an der Heckflosse ganz leichte gelbe Lackabplatzer darstellen, welche recht interessant wirken. Die Abnützungserscheinungen an den Tragflächenwurzeln wurden wie folgt erzielt:

Das gesamte Modell wurde vor dem Auftragen der Tarnung mit Alclad II Aluminium lackiert. Nach dem Aufbringen der Tarnung wurde die Lackierung einfach angeschliffen. So erhält man ganz einfach einen äußerst realistischen Effekt. Ich verzichtete bei diesem Modell auch darauf, die gesamte Oberfläche mit einem einheitlichen seidenmatten oder matten Finish zu versehen. Auf dem Modell findet man Stellen von dumpfen matt bis hin zu nahezu Hochglanz. Diese Mischung der Glanzgrade erhöht den Realitätsgrad eines Modells ungemein. Ich bin mir sicher, dass sich in den nächsten Jahren dieser Trend im Modellbau durchsetzen wird. Seidenmatte Abgasspuren, matte Maschinengewehre und Motoren, oder hochglänzende Reifen werden in Zukunft bestimmt immer seltener an Modellen zu finden sein.

Die Philosophie des Finishs muß sein: Weg vom Einheitsbrei, hin zu dynamischen Schattierungen, auch bei der abschließenden Versiegelung des Modells ...
 
 
 
 
 
  über den Erbauer      
 

Klaus Herold

     
         
  Mein Name ist Klaus Herold. Geboren wurde ich am 04.03.1979 und wuchs in Pinkafeld im Burgenland auf. Ich studiere in Graz Pharmazie und betreibe Modellbau schon seit meiner frühesten Kindheit. Allerdings gab es auch bei mir, wie bei so vielen anderen, eine "Unterbrechung" des Hobbys, doch seit 2002 bin ich wieder mit voller Begeisterung dabei. Mein Hauptinteresse sind sicherlich Flugzeuge des 2. Weltkrieges, insbesondere der deutschen Luftwaffe, doch mache ich auch hin und wieder "Ausflüge" in andere Bereiche des Modellbaus.

Mein Ziel ist es, jedes Modell besser und detaillierter zu bauen als das vorangegangene. Ständig bin ich auf der Suche nach neuen Techniken, Materialien und Ideen, denn gerade im von mir bevorzugten Maßstab 1/32, kann man mit etwas Geschick und Geduld, viel mehr aus einem Modell machen, als Bausatz und Zurüstmarkt ohnehin bereits bieten. Mein Ziel ist es, irgendwann das für mich "perfekte" Modell auf meinem Basteltisch stehen zu haben. Ich hoffe dieser Tag liegt noch in weiter Ferne und mein ständiger Lernprozess im Modellbau dauert noch viele Jahre an.
  Klaus Herold  
         
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wurde zuletzt geändert am: 20.09.2007
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