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Sd.Kfz. 251/17 - Arrivederci Sicilia!

gebaut von Werner Kampfhofer (1:35)

 
 
Sd.Kfz. 251/17 - Arrivederci Sicilia! (1:35)
Alles begann mit einigen Truppenimprovisationen, bei der eine 2cm Flak in ein Standard Sd.Kfz. 251 eingebaut wurde. Schließlich erging 1942 seitens der Luftwaffe der Auftrag für den serienmäßigen Einbau einer 2cm Flak 38 in diese Fahrzeuge. Zu diesem Zweck wurden die Seitenpanzerungen des Sd.Kfz. 251 entfernt und durch klappbare, ausgebuchtete Seitenteile ersetzt. So konnte die Flak auch mit nicht heruntergeklappten Elementen um 360 Grad gedreht werden.

Die Bedienungsfreundlichkeit für die Mannschaft wurde dadurch ebenfalls verbessert. Die Fahrzeuge kamen zunächst in Russland zum Einsatz und wurden dann nach Sizilien verbracht. Ob sie danach noch im Einsatz waren ist zumindest mir unbekannt - ich kenne keine Fotos, die eine spätere Verwendung belegen. Es wurden nur 10 Stück plus zwei unbewaffnete Kommandofahrzeuge hergestellt. Im September 1943 war die Division "Hermann Göring" mit der Sicherung des Rückzuges aus Sizilien beauftragt. Das hier gezeigte Diorama zeigt die Besatzung eines Sd.Kfz. 251/17 bei der Ortung eines feindlichen Jägers.


Das Sd.Kfz. 251 Modell

Anfang der Achtziger Jahre erschien im Modell Fan einen Umbaubericht mit Risszeichnungen zum Nachbauen von Engbertus Backer. Diese Conversion beruhte natürlich auf dem damals einzig verfügbaren Sd.Kfz. 251 Ausf. C, dem Tamiya Modell 35020. Obwohl die Schwächen des Modells, wie falsche Winkel, schlechte Detaillierung, zu geringe Breite schon bekannt waren, habe ich mich seinerzeit schon über diesen Umbau gewagt. Über die Jahre bin ich dann auch noch an eine Risszeichnung von George Bradford gelangt und in der polnischen Heftserie "Male Monografie" habe ich erstmals Fotos und Farbzeichnungen aus dem Sizilieneinsatz vorgefunden. Schon dachte ich an eine Neuauflage des Umbaus! Nun hätte ich wieder die dazugehörige Flakbesatzung von Kirin benötigt, die ich seinerzeit, so wie den Umbausatz zum Sd.Kfz.251/17 verschmäht hatte. Als es mir 2002 dann doch noch gelungen ist, die Kirin Figuren in einem Onlineshop aus Seoul () zu erstehen, gab es kein Halten mehr.

Es verdichteten sich zwar die Gerüchte, dass es bald neue Modelle des Sd.Kfz. 251 geben würde, ich wollte aber nicht mehr warten und benutzte wieder den alten Tamiya Kit als Basis. In einem anderen Umbau hat Herr Backer diesen Bausatz in der Länge auseinander geschnitten und um 4,5mm verbreitert. Das habe ich auch gemacht, was besonders im Bereich der Motorhaube zu schier unendlicher Spachtel- und Schleifarbeit führt. Das Fahrwerk und die Räder stammen von Tamiya's Sd.Kfz. 251 Ausf. D (35151, 35195). Ich hatte einmal die Gelegenheit einige dieser Spritzlinge zu erstehen. Die Ketten stammen von Modelkasten. Der Rest des Umbaus erfolgte nach den Anleitungen aus dem Modell Fan, mit Plastikplatten und Anleihen aus die Grabbelkiste. Unklar ist die Konfiguration des Bereiches hinter der Plattform für die Flak. Nach einem Foto, habe ich links und rechts je eine Bank (Tamiya Sd.Kfz. 251 Ausf. D) eingebaut.

Rätsel gibt auch der Mechanismus zum Heben, Senken und Fixieren der Seitenteile auf. Ich suchte nach hydraulischen Hilfsmitteln, aufwändigen Verschlussmechanismen, kam aber nach dem Studium der Unterlagen zum Schluss, dass es nicht so kompliziert gewesen ist. Jedes Seitenteil wurde lediglich mit je zwei längeren Haken fixiert. Nachdem das Fahrzeug lackiert war, ist mir der relativ breite Bug unangenehm aufgefallen. Das erste Sd.Kfz.251 von AFV-Club war nun auch schon da und der Vergleich machte sicher: hier hätte es keine zusätzlichen 4,5mm gebraucht! Man kann jetzt natürlich wie Rumpelstilzchen herumhüpfen, mit der Welt und sich selbst hadern, das Modell zerstören und in die Eremitage gehen. Oder mit dem Fehler leben und ihn - so wie ich - mit Buschwerk tarnen. Übrigens: ein genauer Blick auf die Zeichnung von George Bradford hätte das Problem rechtzeitig zu Tage gefördert ...
 
 
 
 

Sd.Kfz. 251/17 - Arrivederci Sicilia! (1:35)

 
  Modell: Werner Kampfhofer, Bemalung der Figuren: Christoph Heugl, Modellfotos: Wolfram Bradac  
     
 
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Sd.Kfz. 251/17 Sd.Kfz. 251/17 Sd.Kfz. 251/17
     
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Die 2cm Flak 38

Verwendet habe ich den Bausatz von Tamiya (35091). Neben einigen Verfeinerungen durch Ätzteile und Nieten wurde der Schild aus 0,2mm Plastikplatten neu aufgebaut. Rohr und Hülsen stammen von Schatton.


Die Figuren

Wie schon erwähnt, die Flakbesatzung stammt von Kirin. Es ist schade, dass diese Figuren nicht mehr produziert werden, denn sie waren in punkto Detaillierung und Ausführung der damaligern Konkurrenz weit überlegen und können auch heute noch locker mithalten. Obwohl für die Tamiya 2cm Flak konzipiert, passte der Richtschütze nicht wirklich. Ich musste ihm nicht nur die Knie "brechen" und die Fußstellung überarbeiten, sondern auch das linke Hosenbein durch Materialabtrag anpassen. Übrigens ist nach mehreren Unterlagen eine Besatzung von 11 Mann für dieses Fahrzeug vorgesehen. Wie die alle darauf Platz finden sollten ist aber schwer vorstellbar. Ich konnte eine Erfüllung dieser Sollstärke auch nicht auf Fotos erkennen und war schon froh, meine vier Jungs, Fahrer und Beifahrer unterzubringen. Die Letzteren stammen aus der Restekiste. Die anderen Figuren stammen vom Dragon Set 6195 und wurden teilweise mit anderen Köpfen versehen. Ich kann mich nur nicht mehr an den Hersteller erinnern, nur das er aus England kommt. Die Bemalung erfolgte durch Christoph Heugl, der nach wie vor mit Emailfarben arbeitet.


Das Diorama

Findet auf einem 26 x 26 cm Rahmen Platz. Die Brücke ist ein Vacubausatz von Re-Mi (3517). Der Geländeuntergrund besteht aus Styrodur. Darüber kamen diverse Schichten aus Sand, Steinchen und Statikgras. Das Ganze wurde mit Airbrush bemalt.


Bemalung des Sd.Kfz. 251

Fotografisch sind drei Varianten belegt: Panzergrau uni, sandgelb uni, sandgelb mit grünen Streifen und starker Tarnung mittels Getreide bzw. langen Gräsern. Ich habe mich für letztere Version entschieden, jedoch die Tarnung reduziert, damit man auch noch etwas vom Modell zu sehen bekommt. Nach einer Grundierung mit schwarzer Acrylfarbe erfolgten mehrere Schichten von Sandgelb, wobei je nach Fortschritt immer hellere Nuancen zum Zug kamen. Die Tarnung erfolgte mit Humbrol Email Dunkelgrün und wurde mit dem Pinsel aufgetragen. "So sieht's auch aus" mag der Spötter denken, nur ist es eine Tatsache, dass die Streifen am Original auch so ungelenk ausgesehen haben. Farbabplatzer entstanden mit Valleyo Acrylfarben, dann erfolgte die Alterung mit Ölfarben und Verschmutzung mit Pigmenten von MIG-Productions.
 
 
 
 
 
  über den Erbauer      
 

Werner Kampfhofer

     
         
  Hallo, ich bin Werner Kampfhofer, geboren am 5.3.1963 in Wien, wo ich auch mit Frau und Sohn und derzeit 3 Hunden wohne. Meine modellbauerische Karriere begann mit 9 Jahren und einem Airfix Flugzeug. Was eher sporadisch begann, ist über die Jahre ziemlich ausgeartet (meint meine Frau).

Ich bastle hauptsächlich Militär in 1/35, wobei ich mich nicht auf eine bestimmte Epoche reduziere, bin aber Modellen aus anderen Sparten auch nicht verschlossen. Da ich immer versuche das Beste aus mir herauszuholen, ist Modellbau für mich schon lange kein Freizeitvergnügen mehr sondern Arbeit, aber eine, die ich gerne mache.
  Werner Kampfhofer  
         
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wurde zuletzt geändert am: 23.05.2007
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